von kuk-is Blogteam

Wenn die Vorstellung Realität wird

Produktpräsentationen am Point of Use

IKEA machte es bereits 2013 vor: Damals brachte der Möbelhändler einen Katalog mit passender Smartphone App heraus. Mit diesen konnten potenzielle Kunden ausgesuchte Objekte direkt in ihr Wohnzimmer projizieren und prüfen, ob das neue Möbelstück farblich und stilistisch zur bereits vorhandenen Einrichtung passt. Seitdem ist viel passiert und Augmented Reality Anwendungen werden immer wichtiger für viele Unternehmen.

Der Point of Use – Produkte fernab steriler Ausstellungsräume

Als Point of Use (PoU) wird der Einsatz- und Nutzungsort eines Produkts bezeichnet. Also, um beim IKEA Beispiel zu bleiben, die Wohnung oder das Haus des Kunden. Gerade in der Einrichtungs- und Möbelbranche spielt der Point of Use eine wichtige Rolle. Denn die Kunden tätigen meist größere Ausgaben, um beispielsweise ein neues Sofa, eine Küche oder eine Wohnwand zu kaufen. Daher ist auch verständlich, dass die Kunden sich vor dem Kauf sicher sein wollen, dass ihr Geld richtig investiert ist und die Ware den Vorstellungen entspricht.
Die Kunden schauen sich im Geschäft die große Auswahl an und finden auch ein Modell, dass gefällt. Doch dann beginnt die eigentliche Leistung. Sie müssen sich das Möbelstück, in der gewünschten Farbe und Variante, in der eigenen Wohnung vorstellen, also am Point of Use. Eine noch wichtigere Rolle spielen hierbei ästhetische Aspekte. Passt das neue Sofa zur bereits vorhandenen Schrankwand? Passt es von den Größenverhältnissen in den Raum oder geht die Proportionalität nicht auf. Wirkt das Blau der Polster bei den Lichtverhältnissen im heimischen Wohnzimmer originell oder doch eher schrill und erdrückend? Lila oder Rosa, was passt besser zur Tapete im Kinderzimmer? Die Antworten auf all diese Fragen lassen sich am Point of Sale (PoS) nur mutmaßen. Erst später, wenn das Produkt am PoU ankommt, herrscht Klarheit.

Diese Unsicherheit kann dazu führen, dass der Kunde sich gegen einen Kauf entscheidet oder die Produkte nach dem Kauf als Fehlkauf identifizieren und zurückschicken. Das sorgt im besseren Fall für fehlende Einnahmen und im schlechteren Fall für hohe Retourkosten. Deshalb sollte dieser Punkt in Deiner Marketing- und Vertriebsstrategie nicht unterschätzt werden.

Die Präsentation am Point of Sale hat Schwächen

Natürlich kannst Du in Deinem Geschäft Kunden mit gutem Personal und geringen Kosten umfassend beraten. Produktpräsentationen vor Ort haben viele Vorteile: Interessenten können die Beschaffenheit des Produkts ertasten und sich so mit eigenen Augen von der Qualität und den Eigenschaften überzeugen. Der Sprung vom Ausstellungsraum ins eigene Zuhause fällt vielen dabei aber schwer. Im Idealfall kannst Du das nutzen, um Deinen Umsatz durch eine besonders vorteilhafte Präsentation zu steigern. Im schlimmsten Fall bezahlst Du dafür aber mit einer erhöhten Anzahl an Retouren oder unzufriedenen Kunden. Denn nur, wenn der Kauf am späteren PoU immer noch gefällt, hast Du das in der Ausstellung implizit gegebene Kaufversprechen erfüllt.

Besonders gut lassen sich die Vorteile der Präsentation mittels AR am PoU in den Gebieten Innenausstattung und Einrichtung aufzeigen: Traditionell haben Interessenten hier zwei Arten der Produktvorschau: Am PoS können sie Muster und Ausstellungsstücke in echt erleben. Am PoU bleibt jedoch nur der Blick in den Katalog. Farben und Maße lassen sich aufgrund von Abbildungen und theoretischen Angaben aber nur schwer in ein anderes Umfeld abstrahieren. Trotz sorgfältigster Überlegungen besteht daher immer die Gefahr, dass die Kaufentscheidung sich am Ende doch als Fehler entpuppt.

Die Vorteile von AR am Point of Use

Mit AR am PoU kann Dein Unternehmen das Risiko für Fehlkäufe reduzieren. Indem Du die Möglichkeit zur Vorschau im eigenen Zuhause bietest, unterstützt Du Interessenten darin, sich aktiv mit Deinen Produkten und möglichen Varianten auseinanderzusetzen. Gleichzeitig rückt der spielerische und kreative Aspekt des Einkaufens und Einrichtens in den Vordergrund. Geschickt platzierte Empfehlungen und Sets können außerdem für erfolgreiches Crossselling und Umsatzsteigerungen eingesetzt werden. In Umfragen geben etwa 70 % der AR-User an, dass sie dank der innovativen Darstellung zu Käufen verleitet wurden, die sie gar nicht geplant hatten.

Größtes Ziel von AR am PoU ist aber die Kundenzufriedenheit: Indem Kunden Farben, Maße und die Wirkung vor Ort vorab prüfen können, reduziert sich für Käufer das Risiko eines Fehlkaufs. Dadurch steigt die Zuversichtlichkeit bezüglich eines Kaufabschlusses und Du kannst im Idealfall Deine Konversionsraten steigern – bei gleichzeitig sinkenden Retouren. Eine Investition in AR am PoU bietet daher reichlich Potential für effizienteres Wirtschaften. Dabei entsteht kaum Mehraufwand und Du benötigst auch kein zusätzliches Personal.

AR Apps können nicht nur das Interesse Deiner Kunden bestärken. Es hilft Dir auch, mühelos internationaler zu werden. Apps mit AR sind in der Regel selbsterklärend und können dadurch Sprachbarrieren besser überwinden als herkömmliche Kataloge oder Online-Stores. Generell geht der Trend vor allem bei jungen Konsumenten immer mehr zum Mobile-Online-Shopping. Genau diese Sparte lässt sich am leichtesten mit AR-Inhalten anreichern.

Neben Einrichtung und Accessoires gibt es viele weitere Branchen, die von AR-basierten Apps am PoU profitieren können. Der Trend zum bequemen Online-Shopping setzt sich immer weiter fort. Damit wird der PoU in vielen Fällen auch zum PoS. AR-Anwendungen gehört die Zukunft, sei es in Form von Ankleideräumen, die Kleidung auch zuhause direkt auf den Körper projizieren oder entsprechenden Apps für Make-up oder eine der weiteren vielfältigen Möglichkeiten.

AR bietet für Unternehmen großes Potenzial

Das Interesse von Kunden an AR-basierten Anwendungen für Shopping von zuhause ist groß. Im IBM US Retail Index geben 40 % an, dass sie gerne mittels AR zuhause Kleidung anprobieren würden. Weitere 20 % haben das bereits getan. Entscheidend für die steigende Zahl an Unternehmen und Interessenten in diesem Bereich ist, dass die Technologie rund um AR immer größere Fortschritte macht. Vorbei sind die Zeiten, in denen unscharfe Einblendungen mehr Frust als Lust brachten. Stattdessen sind AR Anwendungen für Smartphones heute eine runde Sache.

 

Produktpräsentationen am Point of Sale

Auch am Point of Sale (PoS) kann Augmented Reality zu ein verbesserten Verkaufserlebnis beitragen. Der PoS ist dort, wo sich Dein Kunde für den Kauf Deiner Produkte entscheidet, also in Deinem Geschäft, in deiner Ausstellungs- oder Verkaufsfläche. Hier kann er oder sie direkt alle verschiedenen Varianten oder Formen Deiner Produkte ansehen, auch die, die du nicht physisch ausgestellt hast. Mehr darüber erfährst du in diesem Blogbeitrag: Produktpräsentationen am Point of Sale


Titelbild: © Halfpoint, adobe.stock.com

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