von Olaf Schmidt, Geschäftsführer k+k information services GmbH

Was uns erwartet: Künstliche Intelligenz (KI) – der aktuelle Stand

Seit vielen Jahren beschäftigt Künstliche Intelligenz die Wissenschaft, bereits in 2017 war das Interesse an Themen rund um die KI gewaltig und im noch jungen Jahr erahnen wir, wie unermesslich es wirklich ist. Die KI-Technologie durchdringt in rasanter Geschwindigkeit unsere Alltagswelt. Wir stehen vor einer Revolution, Zeit sich einmal anzusehen, was diese Technologie zu leisten vermag, welche Themen in den Unternehmen verfolgt werden und wohin die Reise technologisch geht.

Die KI in der Welt der Medien

Medienwirksam schlagen die KIs Schach- und Go Meister, gewinnen im Jeopardy und gehen aus Civilization oder Dota2 siegreich hervor.

In der Versicherungswirtschaft werden zwischenzeitlich vielerorts Schadensfälle mittels KIs abgewickelt. Internethändler verbessern KI-basiert ihre Kundenkommunikation und die KIs werten in vielen Bereichen Muster in Daten und Bildern aus und unterstützen die Produktionsbetriebe in der vorausschauenden Wartung.

Es entsteht ein ganz klares Bild: Die KIs erobern immer mehr Lebensbereiche und stehen immer häufiger mit dem Menschen im Wettbewerb. Der grundsätzliche Eindruck stimmt, jedoch steckt die Annahme dahinter, dass diese Systeme augenscheinlich intelligent sind. Diese Annahme ist Stand heute nicht korrekt. Im Grunde ist das, was heute allgemeingültig als KI bezeichnet wird, eine Software, die mit neuronalen Netzen selbstlernend arbeitet.

Im Fokus: Maschinelles Lernen ist am weitesten verbreitet

KI-Systeme, speziell der Bereich des maschinellen Lernens und somit die Fähigkeit, aus Erfahrungen Wissen zu generieren, werden in nahezu allen Geschäftsprozessen der Unternehmen ihren Einsatz finden. Diese Algorithmen helfen uns Menschen, Muster in vorhandenen Datenbeständen zu erkennen und Vorhersagen zu treffen oder Daten zu bewerten. Mit mathematischen Modellen können neue Kenntnisse auf Basis dieser Muster gewonnen werden.

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass schon heute jedes fünfte Unternehmen in Deutschland maschinelles Lernen einsetzt.

KI wird immer mehr zum Mainstream durch selbstlernende Systeme

Die heutigen Systeme beindrucken durch ihr Sprach- und Bildverstehen. Darum spricht man von kognitiven KIs, also wahrnehmenden, erkennenden und selbstlernenden Systemen. Sie haben mittlerweile einen Stand erreicht, sodass sie sogar Gesten und Emotionen sowohl erkennen als auch bewerten können. Dadurch sind die KIs sogar in der Lage mit Ambiguität, also mit Unschärfe und Mehrdeutigkeiten, umgehen zu können. Die kognitiven Systeme interagieren zunehmend mit ihrer Umwelt. Sie nehmen ihren Status wahr und deuten ihn mithilfe ihres Wissens. Das Wissen nutzen sie, um ihre nächsten Handlungen auszuwählen und so ihre Aufgabe zu erfüllen und ihre Ziele zu erreichen. Dabei lernen sie ständig weiter.

Ohne die Rechenleistung aus der Cloud wären die aktuellen KI-Anwendungen in diesem Umfang nicht möglich. Gerade die leichten Zugänge zu Cloud-basierten KI-Services gestatten die Entwicklung neuer intelligenter Produkte und Services und lassen KI-Anwendungen zum Mainstream werden.

KI goes Cloud

Die großen Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft, Google und IBM investieren massiv in Künstliche Intelligenz und verändern bereits heute die Märkte.

Ein Auszug der aktuellen Angebote:

Microsoft
  • Azure Machine Learning ist ein vollständig Cloud-verwalteter Dienst, mit dem Anwender ihre Predictive Analytics-Lösungen generieren und bereitstellen können.
  • Die Cognitive Services von Microsoft enthalten z. B. Dienste für Bild- und Sprachanalyse, Gesichtserkennung und Übersetzungen.
Amazon
  • Amazon Machine Learning unterstützt den Anwender bei der Fehleranalyse von Vorhersagemodellen.
  • Amazon SageMaker ermöglicht neue ML-Modelle mit Hochleistungs-ML-Algorithmen zu entwickeln, zu trainieren und bereitzustellen, z. B. um mit Amazon Lex die Chatbots für Verbraucheranfragen zu optimieren.
Google
  • Das von Google stammende Open-Source Framework Tensorflow Deep Learning Netzwerk ist die Basis der Google KI-Services.
  • Die Cloud Vision API kann, um Informationen aus Bildern zu gewinnen, in eigene Anwendungen integriert werden.
IBM
  • Auf der Cloud-Plattform Bluemix bietet IBM eine Vielzahl von Watson-basierten KI-Anwendungen an.
  • Mit IBM Maschine Learning stellt IBM eine Plattform für die Entwicklung und Integration eigener selbstlernender Analysemodelle.

 

Die großen Technologiekonzerne gehen immer mehr dazu über, nicht nur Schnittstellen zu ihren KI-Diensten zur Verfügung zu stellen, sondern auch den Code zu veröffentlichen. Durch dieses Vorgehen partizipieren die Unternehmen an den Weiterentwicklungen von Forschern und Entwicklern. Sie bekommen Zugang zu sich entwickelnden Trends, können die Attraktivität ihrer eigenen Technologien direkt mit der Konkurrenz vergleichen und haben Zugang zu den High Potentials der Szene.

Fazit

Das Ziel der KI-Anwendungen ist es, ein rationales und autonomes System zu entwickeln, also Lösungen, die mit ihrer Umwelt eigenständig interagieren können und sich mit den gemachten Erfahrungen weiterentwickeln.

Das hohe Potenzial der Künstlichen Intelligenz ergibt sich einerseits aus der nahezu unbeschränkt zur Verfügung stehenden Rechenleistung durch Cloud Services und andererseits durch die immer einfachere Anwendung der Systeme und Plattformen. Diese Ressourcen begünstigen sowohl den Anstieg der verfügbaren Datenmenge sowie die Möglichkeiten zur Verwertung dieser Informationen.

Wie „intelligent“ die Maschine letztlich wird, entscheidet stets die Qualität der Datenbasis (s. Blogbeitrag - Wie steigere ich meine Datenqualität) sowie die Art und Qualität der eingesetzten Algorithmen und letztendlich die Menschen, die diese Werte interpretieren.

 

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