von kuk-is Blogteam

Unternehmenskommunikation – Quo vadis?

„Man kann nicht nicht kommunizieren“, so formulierte es Paul Watzlawik. Denn ob man will oder nicht, man sendet immer Botschaften aus, auch wenn man gar nichts sagt. Wer die Bedeutung von Kommunikation verstanden hat, weiß dass sie der Dreh- und Angelpunkt ist. Gut zu kommunizieren ist eine Kunst, die im Zeitalter der Digitalisierung und tausender Kanäle immer komplexer wird – auch oder gerade im Business-Kontext.

Gute Kommunikation als Erfolgsgarant

Ein Kundenprojekt ist total verfahren. Wegen eines Lieferengpasses steht die Produktion still. Die Mitarbeiter akzeptieren die neue Software nicht. Oft sind die Ursachen für solche Probleme ganz banale Kommunikationsprobleme. Und im Business-Kontext kann keiner schlechte Kommunikation gebrauchen, denn das hält auf und kostet unter Umständen richtig Geld.

Dabei ist Kommunikation prinzipiell ganz simpel: Ein Sender sendet eine Botschaft (über ein Medium) an einen Empfänger. Trotzdem ist Kommunikation äußerst störanfällig. Der Empfänger interpretiert die Botschaft zum Beispiel falsch oder das Medium übermittelt sie nicht richtig. Das sind grundlegende Schwierigkeiten beim Kommunizieren. Darüber hinaus wird Kommunikation immer komplexer und schnelllebiger.

Komplexität + Dynamik = Dynaxity

Im Zeitalter der Digitalisierung bedeutet Kommunikation Informationsübermittlung auf unzähligen Kanälen in rasanter Geschwindigkeit an unterschiedliche Adressatenkreise. Aber auch die Produkte und Services, über die kommuniziert wird, werden immer komplexer und somit auch erklärungsbedürftiger.

Um weiterhin digital „sichtbar“ zu bleiben, müssen Unternehmen Content hervorbringen. Viel Content und vor allem guten Content. Diesen in immer kürzeren Zeitintervallen zu produzieren, stellt gerade kleinere Unternehmen vor personelle Hürden. Hinzu kommt noch, dass sich die Sichtbarkeits-Parameter ständig ändern.

Fließende Grenzen

Bei der Kommunikation nach innen ist es ähnlich wie bei der nach außen. Es muss immer mehr dokumentiert und informiert werden. Die Mitarbeiter machen sich im Intranet oder über den hauseigenen Newsletter mit Neuigkeiten vertraut. Das Management muss sicherstellen, dass Compliance-, Datenschutz- und Arbeitssicherheits-Richtlinien von allen gelesen werden. Das Marketing, die Rechtsabteilung oder der Vertrieb setzt Schriftstücke jeglicher Couleur auf und verbreitet diese.

Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen interner und externe Kommunikation zunehmend. Ob eine Person in Networking-Plattformen oder -Events privat oder beruflich auftritt, ist manchmal schwierig zu erkennen. Manchmal lässt sich das Eine vom Anderen gar nicht mehr ohne Weiteres trennen. Gerade deswegen ist der Mitarbeiter auch immer Botschafter für das eigene Unternehmen.

Trends der Unternehmenskommunikation

Klar ist, unsere Kommunikation hat sich bereits durch E-Mail & Co. geändert und wird dies weiterhin tun. Dass das Fax beispielsweise kein Medium der Zukunft sein wird, ist jedem klar. Obwohl es sich laut einer Umfrage des  Digitalverbandes Bitkom noch relativ stark im Alltag der deutschen Firmen hält, nimmt seine Bedeutung trotzdem weiter ab.

Der digitale Fortschritt bringt neue Medien und Kommunikationsarten auf den Plan. Chatten oder Sprachassistenten, die wir einst nur aus dem privaten Gebrauch kannten, werden auch im Geschäftsleben Einzug halten. Die Unternehmenskommunikation ist ganz klar im Wandel. Und die Zukunft wird digital sein. Doch welche Trends werden uns zukünftig bewegen und begleiten?

Präsenz im Web

Im World Wide Web auffindbar sein zu müssen, ist eigentlich selbsterklärend und unumgänglich. Website, Blog, Kundenportale - selbstverständlich! Internet der Dinge - schon eher weniger. Einige Trends werden schneller adaptiert als andere. In den sozialen Netzwerken sind laut o.g. Umfrage beispielsweise nur ein Viertel der deutschen Unternehmen aktiv. Fakt ist aber, online ist die Zukunft. Und sei es nur, um dort Zusatzinformationen zu Offline-Services anzubieten.

Digitale Dokumente

Hier ein Post-it, dort ein Ausdruck. Ja, der Mensch ist ein Gewohnheitstier und Papier ist geduldig. Das wissen wir, aber die Kommunikation mit digitalen Dokumenten ist doch so schön! Und hat so viele Vorteile. Um nur ein paar zu nennen: taggen, wiederfinden, durchsuchen, teilen, kommentieren oder digital unterzeichnen. Und deswegen wird sich Kommunikation in Form digitaler Dokumente auch langfristig durchsetzen. Digitale Broschüren oder Messe-Einladungen sind bereits gängig. Vielleicht sterben auch die gute alte Weihnachtskarte und der Printkalender über Kurz oder Lang aus.

Messaging und Chats

Im Kundenkontakt ist heutzutage Erreichbarkeit gefragt. Ob der Chat auf der Website oder über die Sozialen Medien. Vielfach können Chatbots helfen die hereinströmenden Anfragen zu fassen und zu filtern. Aber auch intern ist eine kurze Rückfrage beim Kollegen in einem knappen Halbsatz verheißungsvoll. Wenn eine E-Mail zu aufwendig und ein Anruf lästig ist, dann ist der interne Firmenchat à la Slack, Hangout oder Xiaoice genau das Richtige. Aber Achtung: Der große Nachteil ist die Ablenkungsgefahr. Einerseits stören solche „Zwischenrufe“ das konzentrierte Arbeiten. Andererseits muss bei Tools, die auch auf den mobilen Endgeräten genutzt werden, klar geregelt sein, wann man „on“ zu sein hat.

All-in-One-Tools

Die „Alleskönner“ wie Asana oder MS Teams vereinen alles unter einem Dach: gemeinsames Arbeiten in Dokumenten, Aufgabenverteilung, Messaging, Chatting, Telefonie, etc. Sie sind speziell für die Arbeit in Teams ausgelegt. Dabei punkten sie durch Transparenz und Übersichtlichkeit und bestenfalls durch Kompatibilität mit bisherigen Programmen.

Digitale Assistenten

Die Sprachassistenten haben den Technologiemarkt erobert und Einzug in die Haushalte genommen. Kundenservice und Marketing müssen sich damit auseinandersetzen, was das für Ihre Kundenansprache und Produktvermarktung bedeutet. Wie will man in den Weiten des Internets trotzdem nah am Kunden bleiben?

Was sich privat bewährt hat, kann doch auch fürs Business nicht so verkehrt sein, oder? Sprachsteuerung fürs Geschäft? Klingt erstmal komisch, birgt aber unglaubliches Potenzial. „Guten Morgen lieber Assistent, was steht heute in meinem Kalender? Verschiebe bitte die Besprechung um 30 Minuten und informiere die Kollegen. Dann stell mir bitte die Verkaufszahlen der letzten 3 Monate zusammen.“ Fantastisch!

 

E-Learning

Wissen zu vermitteln, es zu vertiefen und immer wieder abrufen zu können, ist essentiell für den Erfolg eines Unternehmens. Der Trend ist klar: Lernen in Intervallen. Das Internet und das Medium Video bereiten hier eine kreative Spielwiese. Onlinekurse und Webinare eignen sich für interne Schulungszwecke genauso wie für externe Informations- und Wissensvermittlung.

Virtuelles Zusammenkommen

Online-Meetings stehen bereits heute auf der Tagesordnung. Kundengespräche oder Bewerbungsinterviews via Skype sind keine Seltenheit mehr. Aber auch virtuelle Konferenzen und Messen sind Trends, die immer mehr im Kommen sind. Virtual Reality wird noch einige spannende Innovationen für uns bereithalten. Ortsunabhängig sein zu können und trotzdem flexibel zu arbeiten, ist einer der großen Vorteile, den uns die Digitalisierung bringt.

 

Augmented Reality

Die physische Welt mittels Technologie so zu erweitern, dass sie Zusatzinformationen liefern, wird unsere Zukunft nachweislich beeinflussen. Heute schon gibt es vielerorts AR-Anwendungen im Einsatz. Überall dort, wo es Sinn macht, die herkömmliche Kommunikation mit Bildern, Sprache, Tönen, Videos und dergleichen zu ergänzen, macht auch AR Sinn. Wir sind gespannt, welche Entwicklungen hier noch auf uns warten.

Fazit

Klar ist, es wird definitiv nicht weniger, sondern immer mehr kommuniziert – auf unterschiedlichsten Wegen und mit vielfältigen Mitteln. Schlechte Unternehmenskommunikation - intern wie extern - kostet Zeit, Geld und Nerven. Neue Technologien helfen, dass wir besser, effizienter und sogar kostengünstiger kommunizieren können. Ein Hoch auf die Technik!

Und nächste Woche liest Du wie Du die Kommunikation mit deinen Kunden automatisierst. Denn in Zukunft schreibt, übersetzt und verteilt KI deine Unternehmenstexte für dich. Und dabei optimiert sie sich jedes Mal selbst. Sei gespannt …

READY, STEADY, GO!

Worauf wartest Du noch? Auf zur neuen, digitalen Kommunikation! Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht? Du weißt gar nicht, wo du anfangen sollst zu optimieren? Du fragst dich, wie Du deine Mitarbeiter für neue Tools begeisterst? Wir finden: Manchmal ist „einfach mal machen“ ein guter Start.

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