von kukis Blog Team

School sucks!? Tablet vs. Lehrbuch – ein Kampf auf Augenhöhe?

Der Wahlspruch der Aufklärung: Sapere aude!

Sapere aude ist ein lateinisches Sprichwort und bedeutet weise zu sein. Meist wird es in der Interpretation Immanuel Kants zitiert, der es 1784 zum Leitspruch der Aufklärung erklärte: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

Denn wann immer Technologien eingeführt werden, stehen Diskussionen über Chancen und Risiken ins Haus.

Schon im antiken Griechenland wusste man, wie wichtig gute Bildung für die Menschen ist. Auch heute scheint das Thema Bildung ein Evergreen in unserer Gesellschaft zu sein. Der digitale Wandel macht dabei auch in diesem Bereich keinen Halt. Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen müssen sich die Frage stellen, wie das Lernen im 21. Jahrhundert funktionieren soll. Und wie man mit dem technischen Fortschritt mithalten kann. Laufen Tablet und Co. den Büchern und Tafeln den Rang ab? Und was ist eigentlich mit „Digitalisierung der Bildung“ gemeint? In unserer aktuellen Blogserie sprechen wir genau über diese Themen.

„Digitalisierung der Bildung“ – was ist damit gemeint?

Bildung ist essenziell, wenn es um die persönliche Entwicklung der Menschen geht. Vergleicht man die Bildung in starken Industrienationen, mit derer in ärmeren Ländern, so erkennt man schnell die Bedeutung einer adäquaten Bildung für die Menschen. Sie verspricht den sozialen Aufstieg, schafft eine stabile Gemeinschaft und hilft uns dabei, die vielen Herausforderungen unserer Gesellschaft zu bewältigen. Nun ist das Thema rund um die Digitalisierung im Bildungssektor nicht erst im Jahr 2018 relevant. Das „klassische“ E-Learning kennt schließlich jeder. Vor allem in der beruflichen Weiterbildung setzt man heutzutage verstärkt auf Online-Kurse oder Webinare. Auch Hochschulen haben bereits viele ihrer Lehrinhalte online abgelegt. Dort finden sich bestimmte Lernplattformen, die ergänzend zum Unterricht im Hörsaal genutzt werden. Doch die Digitalisierung geht über das bloße Durchführen von Online-Kursen hinaus.

Die Digitalisierung steht nicht nur für das Lernen mit digitalen Medien. Digitalisierung umfasst vielmehr eine ganzheitliche Transformation des Bildungsprozesses, somit alles zu berücksichtigen, was damit in Verbindung steht. Anders als beim E-Learning selbst, geht es in diesem Zusammenhang um die gesamte Wertschöpfung. Das E-Learning macht einen Teil der Digitalisierung aus, aber weitergehend reicht es wahrscheinlich nicht mehr, nur Erklärvideos hochzuladen oder Präsentationen online verfügbar zu machen. Ein umfassenderer Ansatz soll gesichert werden, um die Bildungslandschaft nachhaltig zu verbessern.

Wissen ist Macht – und Digitalisierung das Erfolgsmodell?

Fast jeder von uns kennt das Zitat, im Deutschen ein geflügeltes Wort, das auf den englischen Philosophen Francis Bacon (1561–1626) zurückgeht. Wissen ermöglicht es dem Menschen, sich persönlich zu entwickeln, Neues zu lernen oder Neues zu erschaffen. Nicht umsonst bemühen sich wohltätige Organisationen darum, in verschiedenen Ländern der Welt Bildungseinrichtungen zu bauen, um vielen Menschen und vor allem den Kindern den Zugang zur Bildung zu eröffnen. Unsere Bildung und damit verbunden auch die Erlangung von Wissen sind und bleiben bedeutende Themen, in der Politik, der Industrie und auch im persönlichen Umfeld. Digitale Medien werden vielleicht schon bald einen größeren Stellenwert einnehmen, um gezielter, schneller, freier und effizienter vorzugehen. Die Digitalisierung der Bildung kann dabei eine Disziplin sein, bei der man es zu erörtern versteht, wann technologische Fragen, die vornehmlich die Bildung berühren, durch die Technologie selbst gelöst werden können und wann Fälle eintreten, die durch die menschliche Urteilskraft beantwortet werden sollen. Denn schlussendlich spielt der Mensch auch immer eine Rolle, wenn es um die Übernahme von Verantwortung geht.

Digital ist genial: Bildung und der digitale „Push“…

Digitale Technologien helfen uns mittlerweile in unzähligen Bereichen der Industrie oder Gesellschaft. Wie bereits in unserem vorangegangenen Blogbeitrag aufgezeigt, Digitaler Wandel. Vollgas oder Vollbremsung? steht die Digitalisierung für die Veränderung und deshalb für den Anspruch, sich zu informieren, sich einzubringen und zu reflektieren. Knüpft man an diesen Punkten an, so lässt sich schnell erkennen, dass Digitalisierung nicht nur die Industrie vorantreiben wird, sondern auch die Bildung. Und dazu braucht es wahrscheinlich einen Push.

Schulen, Universitäten und berufliche Weiterbildungseinrichtungen können sich immer aktiv darum bemühen, den digitalen Wandel ins eigene Klassenzimmer zu tragen. Dadurch wird sich natürlich vieles verändern. Ähnlich wie in den Massive Open Online Courses – kurzum MOOCs – können Kursteilnehmer zeitlich und räumlich völlig flexibel lernen. MOOCs werden heute schon an Hochschulen eingesetzt, wenn auch vermehrt an den amerikanischen Universitäten. Deutschland hinkt in diesem Bereich wahrscheinlich hinterher. Fakt ist, der technologische Fortschritt eröffnet neue Möglichkeiten, bereits in der Grundschule, Kindern Lerninhalten auf eine neuartige und innovative Art zu vermitteln. Unlängst haben wir das aufgezeigt und darüber berichtet, wie Kinder mit Hilfe von Augmented Reality (AR) auf den Mond fliegen.

Schnell wird klar, der Begriff Digitalisierung wird sicher unterschiedliche Emotionen auslösen: Freude, Übermut, Angst, Unsicherheit oder sogar Kapitulation. Doch Tatsache ist: Die Digitalisierung ist schon da, viele Bereiche sind bereits betroffen. Und wahrscheinlich wird kein Bereich, ob Business oder privat, davon verschont bleiben. 

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