von Daniela Gudlin, HR-Managerin & Organisationsentwicklerin bei k+k, International Life- und Business Coach (IHK), Trainerin und Expertin für gesundes Leben & Arbeiten in Organisationen.

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Offsite Plauderei

Offsite außerhalb des Büroalltags treffen – mit der gemeinsamen Zielsetzung beginnt es! Den Fokus auf ein Thema legen, das im Alltag zu kurz kommt. Eine besondere Umgebung und ein entsprechendes Format, bringen frischen Wind in unsere Köpfe. Gerade die Mischung zwischen Fokus und Achtsamkeit sorgen für Ausgleich. Offsite können interessante und hilfreiche Workshopstrukturen entstehen und für besondere Effekte sorgen.

 

Im Interview mit Daniela Gudlin, HR-Managerin & Organisationsentwicklerin bei k+k, International Life- und Business Coach (IHK), Trainerin und Expertin für gesundes Leben & Arbeiten in Organisationen

Daniela reist gerne, sie liebt Ihre Arbeit, Yoga und Reiki. Doch am liebsten ist sie auf der Matte und in Ihrem Reiki Studio – Offline.

Gesundes Leben und Arbeiten in Organisationen ist Ihr Spezialgebiet. Nach einigen Jahren Erfahrung als Projekt-Beraterin, in der Selbständigkeit, hat sich die HR-Managerin neu orientiert und die Ausbildung zum International Life- und Business Coach (IHK) in Angriff genommen. Schon seit 2012 ist sie für die k+k information services GmbH tätig und setzt sich für die Humanisierung der Arbeitswelt (HdA) ein.

Zwischenzeitlich ist sie Organisationsentwicklerin, Wellbeing-Managerin, ganzheitliche Faszien-Yoga-Trainerin und unsere Sicherheitsbeauftragte im Unternehmen. Zudem baut sie gerade Ihre eigene Unternehmung auf – das Herzprojekt…

Zeit für uns, mit Daniela über die Hintergründe zum Thema Wellbeing, Work-Life-Balance und Achtsamkeit in einem IT-Unternehmen zu plaudern.

 

 

 

“Wenn Du offline bist – und alles still ist, geschieht am meisten.”

 

Achtsamkeit im IT-Business

Schon einige Jahre befasst sich das Unternehmen k+k intensiv mit Achtsamkeit im IT-Business. Heute berichtet Daniela Gudlin, warum ihr das so leicht fällt und weshalb dies im IT-Business wichtig ist. In unserem Interview blicken wir einmal hinter die „kuk-is-Kulissen“ und plaudern über das Thema Offsite Events.

Daniela, weshalb macht k+k regelmäßig Offsite Angebote, rund um das Thema Achtsamkeit?

Am Arbeitsplatz verbringen wir sehr viel Zeit. Wir sind gefordert komplexe technologische Zusammenhänge zu verstehen und zu bedienen, gleichzeitig zu leisten und uns weiterzuentwickeln. Und für alles müssen wir Ausgleich finden. Wir brauchen folglich den Raum, die Idee und die Sensibilisierung für die Achtsamkeit beider Seiten – Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Gerade die Punkte Selbstzuwendung und Achtsamkeit, sind wichtige Themenstellungen, die man sich bewusst machen darf. Schlussendlich helfen sie u. A. beim Ausbau der eigenen Resilienz.

Wie ist die Idee entstanden?

Im Hintergrund dieser Thematik, haben wir uns die Frage gestellt - wie wollen wir arbeiten und sein? Gleichzeitig haben wir die Chance erkannt, uns als Arbeitgeber mit unseren Werten zu zeigen. Und einer dieser Werte ist, der ganzheitliche Ansatz einerseits und andererseits der Verbund, den wir stärken wollen. Wenn wir einen Verbund stärken wollen, um gemeinsam vom Ich aufs Wir zu kommen, darf jeder bei sich selbst anfangen. Also haben wir einfach angefangen mit dem Thema Ausgleich und Work-Life-Balance, hier geht es erstmal um Selbstfürsorge und die Lehre der Selbstfürsorge – also um die Hilfe zur Selbsthilfe.

Weshalb ist Selbstfürsorge ein Thema?

Immer mehr Menschen erleben einen Burnout. In Deutschland befindet sich, laut einer Umfrage, derzeit jeder vierte Arbeitnehmer in einer beruflichen Situation, die einen Burnout begünstigt.

Das erfordert umso mehr Klarheit und Bewusstsein für die wahren Hintergründe. Zudem sollen die Optionen der Prävention, schon so passend sein, dass überhaupt eine stabile und gesunde Lebensqualität erreichet werden kann. Das bedeutet, schlussendlich ist jeder verantwortlich für sich, das Passende zu wählen und den persönlichen Ausgleich und Raum dafür zu finden.

Wieviel Mitarbeitende haben sich für das letzte Offsite Event angemeldet - und wie oft bietet k+k Offsite Events an?

Ca. 20% unserer Mitarbeitenden (von 65) haben sich jüngst angemeldet. Wir haben letztes Jahr eine Umfrage gestartet, wobei 45% der Mitarbeitenden Interesse zeigten, an Offsite Angeboten, rundum Gesundheit und Prävention im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). So haben wir beschlossen, mindestens quartalsweise Offsite Events und „Retreat Tage“ zu realisieren, um das Thema Work-Life-Balance, das ja ganz viel mit Achtsamkeit zu tun hat, weiter auszubauen.

Was kann man sich darunter vorstellen - wenn man Offsite geht und sich zu einem Achtsamkeitsevent anmeldet?

Wenn es Offsite geht, geht es erstmal um die Zeit und Begegnung mit sich selbst. Man lernt einfache Übungen kennen. Damit das leichter fällt, treffen wir uns in einer Location außerhalb der Arbeit – das ist überwiegend in der Natur. Es gibt einige schöne Stellen, die Stille und Rückzug möglich machen. Letztes Quartal waren wir an der kroatischen Adria unterwegs, diesen Monat in einem Yogastudio und im Juni geht es ins Bayerische, in ein abseits gelegenes Schlösschen.

Beim letzten Event war ich live dabei. Ich erinnere mich - Dir ging es darum, ein Gefühl zu vermitteln über die Möglichkeiten, die wir haben. Was genau ist damit gemeint?

Damit ist die Körpererfahrung gemeint, bspw. bei leichten und kurzweiligen Atemübungen, beim Breath-Walk in der Natur, oder durch Faszien-Rollmassagen, oder Flows aus dem Faszien-Yoga. Man fühlt einfach bewusst und beobachtet – wie fühlt es sich bspw. an, wenn wir Lebensmittel ganz bewusst essen? Beim Essen können wir Achtsamkeit schön üben – Handy weg, einmal bewusst und ohne Ablenkungen essen! Zeit nehmen, riechen, ausgiebig kauen, im Hier und Jetzt. Oder beim Intervall-Fasten, wenn wir unsere Grenzen und Stärken ausloten und so die Wahrnehmung trainieren. In der Natur können wir beim „Waldbaden“ üben – bewusst wahrzunehmen – was um uns ist: der Wald, die Sonne, der erfrischenden Wind und Regen.

So kann man sich langsam vortasten. Was die Möglichkeiten angeht, versuchen wir es offen und abwechslungsreich zu halten – im Herbst Retreat haben wir Reiki und Mediationen eingebunden, was supergut ankam.

Achtsam sich selbst begegnen und öffnen, geht das denn so einfach mit Kollegen und dem Arbeitgeber im Business?

Ja, es ist möglich und großartig - ich bin in diesen Momenten tatsächlich gerührt und auch dankbar, wenn ich in die aufmerksamen Gesichter sehe, die mir das Vertrauen schenken und die Bereitschaft zeigen, sich einzulassen. Am Ende geht es nur um einen kleinen Impuls, aus dem später vielleicht eine Übersprunghandlung entsteht.

Wie schaffst Du das mit dem Vertrauen?

Die Bereitschaft der Teilnehmer ist der Türöffner. Es braucht dann etwas Empathie, die Verbindung zu den Menschen aufzubauen. Denn für manche ist es etwas völlig Neues, Unbekanntes, womit ich sie bekannt machen will. Im Grunde kommen wir erstmal gemeinsam an, in der Begegnung. Und dann geht es dort um ein Gefühl von Wellbeing und Entspannung. Die richtige Umgebung und Vorbereitung kann da schon viel auslösen.

Neben der Arbeit bei „kukis “, bist du Yogalehrerin, gibst Reiki Treatments, Kurse in Achtsamkeit - und bastelst an der eigenen Website?

Ja und ich zitiere an der Stelle gerne meine Reiki-Lehrmeisterin: „Jeder kommt zu jeder Zeit an die für ihn richtigen Lehrmeister - wir wählen und kommen in entsprechenden Themen und Ebenen oder Tiefen zusammen.“ Für mich persönlich bedeutet das einerseits Berufung und andrerseits Ausgleich.

Ich selbst hatte eine Vergangenheit, in der Arbeit, Leistung und Perfektion eine überdimensionale Haltung eingenommen haben. Schlussendlich wollte ich raus aus genau dieser Falle und mehr über Stress und Achtsamkeit lernen und teilen, so kam eins zum anderen.

Und wie kam es zur Vision – mehr Achtsamkeit in einem IT-Unternehmen?

Ehrlich gesagt, war es eine kleine Challenge. Ich wollte Olaf unbedingt beweisen, wie wichtig es ist, dass er als Unternehmer beherzt und achtsam vorangeht und einen Ort kreiert der mehr bietet als eine Business Vision. Das Schöne daran ist, es hat geklappt! Wenn ich gedanklich zurückspule, in den Sommer, letztes Jahr, haben sich 14 Menschen Offsite getroffen: Entwickler, Tester, Berater – und auf diese Themen eingelassen. Wir hatten richtig Spaß, es war grandios! Die Nähe und das Verständnis, das daraus entstanden ist, ist schon besonders.

Und weshalb bist du Yogalehrerin geworden?

Es war ein Prozess, der sich so gefügt hat, verbunden mit dem Wunsch mir selbst zu helfen. Irgendwann gefolgt von der Vorstellung anderen Menschen zu helfen und ein bisschen was zurückzugeben. Und es war wichtig, um meinen Kopf freizubekommen und selbst fühlen und verstehen zu lernen. Ein Jahr später kam dann die Reiki-Ausbildung dazu, eine ganz berührende Erfahrung. Und glücklicher Weise ergänzt sich das alles wunderbar.

Du lebst und arbeitest mit Olaf - wie ist Olaf - als CEO und Mensch?

Ja, der Anfang war gemacht und ich war begeistert von seiner Offenheit. Es ist schöner, an der Seite eines Unternehmers mit Herz zu arbeiten. Es geht einfach um mehr, um Menschlichkeit und Verantwortung für uns, für unser Umfeld und das Leben - wie wir es vor-leben und selbst leben wollen.

Würdest Du Experimentierfreude als seine Stärke bezeichnen?

Ja, ich denke, es ist gerade seine Offenheit dafür, die Freude am Experimentieren und das Vertrauen, in die Bandbreite der Möglichkeiten, die wir haben.

Und wie ist Olaf als Mensch? – Wenn ich an Olaf als Mensch denke, sehe ich einen Unternehmer, der bewusst auf Mindfulness achtet und sich selbst immer wieder abholt und in seinem Vorgehen achtsam ausrichtet und das hört bei Ihm nicht an der Türschwelle zur Arbeit auf.

Wie konntest du Olaf denn für Yoga und Achtsamkeit in einem IT-Unternehmen begeistern?

Das war leicht! Olaf ist ein innovativer und mutiger Mensch, der sehr gerne experimentiert. Und schließlich haben wir festgestellt, dass Achtsamkeit auch etwas Innovatives ist, das Mut erfordert.

Wenn wir einer Vision folgen sollen, wie der eines Unternehmers, braucht es ja auch Mut. Mut, sich auf vlt. Unangenehmes auf der Reise einzulassen, das zu akzeptieren und gleichzeitig zu spüren und bewusst und menschlich damit umzugehen.

Menschen flüchten ja oft vor Neuland und unbekannten Abläufen – wie ist Eure Erfahrung damit?

Sich auf Neues und Unbekanntes einzulassen und gleichzeitig zu vertrauen, dass jede Erfahrung in unserem Wirken und Sein Sinn macht – genau das ist doch eine wichtige Schlüsselerkenntnis!

Ich würde sagen, wir haben einfach eine spannende Entdeckungsreise gemacht, gefolgt von einigen Mitarbeitenden. Und wir haben nach wie vor Freude daran. Und natürlich das Gefühl, dass hierbei etwas Sinnvolles für uns alle ersteht.

Und das nächste Event ist schon geplant?

Ja - und wir freuen uns schon sehr darauf! Ein kleines, feines Retreat-Programm, das Erholung und Wellbeing schenkt. Das Event steht im Juni ins Haus, es geht um mehr Gelassenheit im Alltag. Wir sind diesmal im Bayerischen unterwegs, abseits des Trubels, 2 Tage Offsite in einem wunderschönen Schlösschen…

 

Vielen Dank an Daniela, für das Interview.

Die Fragen stellte M. Reuck, DHBW-Student im Vor-Praktikum (Schwerpunkt Kommunikation).

 

Hier gehts zum letzten Retreat Beitrag: https://www.kuk-is.de/blog-artikel/wie-wir-in-einer-wert-vollen-welt-sicher-und-gesund-arbeiten.html

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