von kuk-is Blogteam

KI-ready!

Bin ich bereit für ein KI-Projekt?

Ob bewusst oder unbewusst, KI verändert unser Leben. Künstliche Intelligenz ist ein Themengebiet, das genauso vielseitig ist wie die Einsatzmöglichkeiten. Sie erleichtert wiederkehrende Aufgaben und unterstützt uns im privaten und beruflichen Kontext. Jedoch sind vor dem Einsatz von KI einige Dinge zu beachten und vorzubereiten. Wie Du herausfindest, ob Du für ein KI-Projekt bereit bist, soll Dir der folgende Artikel zeigen.

Die Einführung von KI ist eine Reise

Der Weg hin zu einem eigenen KI-Projekt im Unternehmen kann als Reise gesehen werden, welche aus vielen unterschiedlichen Schritten besteht. Dabei ist wichtig, dass ein Schritt nach dem anderen gemacht wird, damit man nicht stolpert und am Ende auch das gewünschte Ziel erreicht. Gewisse Meilensteine dienen als Orientierungspunkte auf der Reise und helfen dabei, den bisher zurückgelegten Weg zu reflektieren.

Checkpunkt Eigenbefähigung

Der erste Meilenstein oder Checkpunkt ist die Befähigung. Hier solltest Du Dir folgende Fragen ehrlich beantworten:

  1. Verstehe ich, was Künstliche Intelligenz ist?
    Hierzu gehören die Begriffsdefinitionen und das generelle Verständnis. Es geht also um ein grundlegendes Verständnis der Technologie.
  2. Kann ich nachvollziehen, wie Künstliche Intelligenz funktioniert?
    Darunter fallen die spezifischen Merkmale und Ansätze der KI - wie starke und schwache KI, supervised und unsupervised learning oder Machine Learning, um nur ein paar der gängigen Begrifflichkeiten zu nennen. Es geht also ums Mitreden.
  3. Habe ich schon das Verständnis, wie ich Künstliche Intelligenz erfolgreich nutzen kann?
    Hier geht es um den praktischen Einsatz von KI. Dieser ist im privaten Bereich häufig verbreiteter und deshalb gilt es die Brücke zuschlagen hin in die Geschäftswelt. Also: „Wie kann KI im unternehmerischen Kontext sinnstiftend genutzt werden?“ Es geht also um den Mehrwert fürs Unternehmen und die erfolgreiche Nutzung von KI.

Dieser Checkpunkt bildet die Basis, auf die alle weiteren Aspekte und Orientierungspunkte aufbauen. Deshalb ist es wichtig, hier genug Zeit zu investieren, um auf einer soliden Grundlage aufbauen zu können.

Checkpunkt Unternehmensbefähigung

Für die erfolgreiche Umsetzung eines KI-Projekts ist es wichtig, das gesamte Unternehmen mit an Bord zu holen. Es geht darum, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen und die Bereitschaft im Unternehmen zu verankern. Hier zeigt sich häufig eine Diskrepanz. Der Wissenstand im Unternehmen zum Thema KI fällt meist geringer aus als tatsächlich eingeschätzt. Dies ist vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen der Fall, die häufig keine eigene KI-Abteilung besitzen. Doch Rückhalt in der Firma ist wichtig für die Umsetzung und Implementierung von KI. Vor allem in der Führungsebene, da hier die strategischen Entscheidungen getroffen werden, die das Budget und den Zeitrahmen eines KI-Projekts umfassen.
Die Unternehmensbefähigung ist dann abgeschlossen, wenn das Know-how auf allen relevanten Unternehmensebenen vorhanden ist. Somit ist zunächst die Grundlage gelegt. Doch die Reise geht weiter. Häufig stellen sich Unternehmen nun Fragen wie: „Wo wollen wir als Unternehmen nun genau hin?“, „Wie geht es jetzt eigentlich weiter?“ oder „Wo fangen wir jetzt am besten an?“

Checkpunkt Anforderungen

Antworten auf die Fragen, die sich aus der Unternehmensbefähigung ergeben, bietet die Anforderungsanalyse. Sie ist der nächste Checkpunkt auf der Reise zum KI-Projekt. Unsere Empfehlung an Dich lautet hier: Beschäftige Dich als Erstes mit Use Cases aus Deiner Branche. Identifiziere hierzu Szenarien und Einsatzmöglichkeiten, in denen KI einen echten Mehrwert bieten kann. Punkte, die Du in diesem Schritt unbedingt durchlaufen solltest, sind:

  • Die klare Zieldefinition
  • Analysieren des Ist-Zustands
  • Ableiten der resultierenden Problemstellungen
  • Identifizieren der Stakeholder (intern und extern)
  • Problem-Lösung-Fit überprüfen
  • Dokumentieren der identifizierten Anforderungen
  • Erstellen eigener Use Cases

Ein häufig vernachlässigter Punkt in diesem Schritt ist die Auseinandersetzung mit den Ursachen. Es werden häufig nur Probleme identifiziert, aber nicht deren Ursachen. Das hat zur Folge, dass mit den vermeintlichen Lösungen nur „Symptome“ behandelt werden. Daher solltest Du Dir immer auch die Frage stellen, welche Ursachen den auftretenden Problemen zugrunde liegen. Für einen übersichtlichen Blick auf die Anforderungen empfiehlt es sich, diese zu veranschaulichen. So behältst Du alle Punkte im Überblick und kannst strukturiert weitermachen.

Checkpunkt Daten

Ohne qualitativ hochwertige Daten in ausreichender Menge kann kein KI-Projekt erfolgreich umgesetzt werden. Beispielsweise können Algorithmen, die genügend Daten haben, anhand der Datenanalyse Zusammenhänge erkennen und so einen echten Mehrwert stiften. Die Daten dienen also als Futter und ohne Daten kommst Du nicht vom Fleck. Hier ist es wichtig, dass Du vor allem auf folgende Punkte achtest:

  • Datenintegration
  • Datenkonsolidierung
  • Datenqualität
  • Zentrale Speicherung von Stammdaten
  • Schnelle und automatisierte Verteilung in die Zielsysteme

Daher ist es zwingend erforderlich, das Datenmanagement nochmals genauer zu beleuchten und zu prüfen.

Checkpunkt Auswahl

Nachdem nun Lösungsansätze und Anforderungen vorliegen, ist der nächste Schritt die KI-Auswahl. In diesem Schritt geht es an die Analyse der Use Cases in Hinblick auf die Frage „Was brauchen wir?“ und an die Erstellung eines Lastenhefts auf Basis der identifizierten Anforderungen. Darauf aufbauend sollte selektiert werden, welche Anbieter es auf dem Markt gibt und eine grobe Vorauswahl von maximal zehn Lösungen getroffen werden. Diese sollten dann nach und nach eingegrenzt werden, bis nur noch drei bis fünf Anbieter bzw. Lösungen infrage kommen. Von diesen Anbietern sollten dann Informationen und Demonstrationen angefragt werden, um sich eine spezifischere Vorstellung zu machen, welche Lösung am besten zum eigenen Anliegen passt. So wird die Auswahl immer weiter eingegrenzt, bis die Wahl getroffen ist. Doch wenn Du jetzt glaubst, dass damit die Reise endet und Du bereit bist für die Umsetzung des KI-Projekts, müssen wir Dich leider enttäuschen. Es fehlt noch ein weiterer wichtiger Schritt.

Checkpunkt Strategie

Zu guter Letzt, muss noch die Frage nach der Strategie beantwortet werden. Also: „Verfügt das Unternehmen auch über die notwendigen technischen und organisatorischen Strukturen?“ Diese Frage sollte unbedingt aufgeworfen werden, bevor es an das eigentliche KI-Projekt geht. Viele KI-Projekte scheitern genau daran. Immerhin geht es nicht darum, eine Software einzuführen, die nur einmal zum Laufen gebracht werden muss, sondern um ein hochkomplexes Gefüge aus verschiedenen Aspekten, das auch strategisch in die Unternehmensziele eingebunden werden muss. Nur so können zukünftig zielgerichtet Mehrwerte für Dein Unternehmen generiert werden. Deshalb sollten Potenziale identifiziert und analysiert werden, um sie im nächsten Schritt mit den Gegebenheiten und der Unternehmensstrategie abzugleichen. Wünschenswert ist eine Einbindung des ganzen Unternehmens sowie eine unternehmensweite und langfristige Zielsetzung, die mit der KI erreicht werden soll.

Fazit

Bist du all diese Schritte gegangen und kannst die einzelnen Punkte auf Deiner Liste abhaken? Dann kannst Du anfangen Dich mit dem Thema KI-Projekt zu beschäftigen. Glückwunsch! Bei der Reise hin zu einem eigenen KI-Projekt im Unternehmen gibt es einiges zu beachten, deshalb ist es oft sinnvoll und hilfreich, einen kompetenten Partner an seiner Seite zu haben, der unterstützt, die einzelnen Checkpunkte strukturiert und sie Schritt für Schritt mit dir abarbeitet.

 

Titelbild:  © Gia Oris @giabyte, unsplash.com

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