von kuk-is Blogteam

Ein Szenario: KI im Mittelstand. Was wäre, wenn…

Künstliche Intelligenz (KI) lernt unglaublich schnell. Sie entwickelt sich, so rasant weiter, dass sie alle Prognosen übertrifft. Dass KI schon heute die Welt verändert, steht außer Frage. Große Konzerne sammeln Unmengen an Daten, um künstliche Intelligenzen zu füttern und weiterzuentwickeln. Doch wie können Mittelständler von der neuen Technologie profitieren?  Und worauf sollte im Mittelstand geachtet werden und welche Einsatzmöglichkeiten ergeben sich?

KI – was war das noch gleich?

Vier Prozent der deutschsprachigen Unternehmen setzen KI bereits in weiten Teilen ein, 17 Prozent in ausgewählten Einsatzbereichen und 25 Prozent sammeln erste Erfahrungen mit der Trendtechnologie. Eine künstliche Intelligenz ist im Grunde ein komplexer Algorithmus, der darauf programmiert ist, Daten auf eine bestimmte Art und Weise zu verarbeiten und daraus zu lernen. Die künstliche Intelligenz bedient sich dabei häufig der Technologie des „Machine Learning“ oder der „Predictive Analytics“. Zusammen mit einer entsprechenden Programmierung, sollen uns diese Technologien die Arbeit erleichtern und produktiver gestalten. KI ist also nicht darauf ausgelegt, die Arbeit der Mitarbeiter eines Unternehmens zu ersetzen, sondern sie zu unterstützen.

Maschinen sind besonders gut in bestimmten Angelegenheiten. Sie bewerten ohne „Bauchgefühl“ oder Schätzungen. Im FinTech-Bereich geht es sogar so weit, dass Maschinen lernen könnten, welche Aktien steigen oder fallen werden und entsprechend reagieren. Das Arbeiten wird somit produktiver, die Entscheidungen durch KI-gestützte Empfehlungen doppelt begründet. Und der Mensch kann immer prüfen, ob die KI tatsächlich Recht hat. Das kann Entscheidungen betreffen, die ohne KI-Lösung vielleicht gar nicht berücksichtigt worden wären.

Nie wieder Chaos, denn das erspart uns die KI gerne.

Der Büroalltag an sich ist kompliziert, die Aufwände sind hoch. Die wissensbasierten Systeme künstlicher Intelligenz reduzieren z.B. Aufwände  für Recherchen sowie Informationsanalysen und vereinfachen Arbeitsprozesse in verschiedenen Teilen des Unternehmens  erheblich – wie z.B. in der Buchhaltung, im Vertrieb oder dem Marketing. Um aber wirklich gut zu funktionieren, braucht es eine entsprechend gute Datenbasis. Klar, denn KI muss schließlich lernen. KI ist besonders gut darin, Muster und Zusammenhänge zu erkennen und diese zu analysieren. So liest sie beispielsweise Handschriften aus, durchforstet Bilder oder deutet bestimmte Spracheingaben. Die KI dient somit auch als Frühwarnsystem, wenn sie über „Anomalien“ informiert, die das Geschäft beeinträchtigen können. Einsatz finden diese Systeme u.a. in der Qualitätskontrolle, im Reklamationsmanagement und beim Kundenservice im Vertrieb.

Daten kommen bspw. aus Unternehmensdaten, Dokumenten oder den Warenwirtschaftssystemen. Für den Mittelstand wird es spannend, wenn kleinere Anwendungen den Arbeitsalltag auf einfache Weise erleichtern können. Das ist möglich, wenn wissensbasierte Systeme Daten für uns durchforsten, die wir nur sehr ungern strukturieren wollen. Das E-Mail-Postfach ist so ein Ort, der sehr viel Zeit und Produktivität rauben kann. Auch hier lohnt der Einsatz von KI-Lösungen. Was macht die KI? Sie durchleuchtet das Postfach auf der Suche nach einer geeigneten Struktur, die sich den Bedürfnissen des jeweiligen Mitarbeiters dynamisch anpasst. Schlussendlich zwingt uns die KI dazu, KI neu zu denken. Ihr eine Chance zu geben. Aus der scheinbaren Gefahr und dem Unberechenbaren wird etwas  Größeres.

Mut zur Veränderung: mit KI auf Augenhöhe.

Künstliche Intelligenzen sind äußerst vielseitig einsetzbar. Auch wenn KI nicht gleich KI ist. Algorithmen sind komplex, zum Teil sehr verschieden und basieren auf unterschiedlichen Technologien. Doch im Grunde kann sie über alle Branchen und Unternehmensbereiche hinweg eingesetzt werden. Die ständige Weiterentwicklung der Technologien macht es möglich.

KI kann vor allem kleine Mittelständische Unternehmen beim Tagesgeschäft unterstützen. Und sie kann dazu beitragen, produktiver, effizienter und freier zu sein. So gibt es Anwendungen, die ähnlich wie Siri oder Alexa assistieren können – jedoch im beruflichen Umfeld. Der Mitarbeiter kann sich endlich auf das Wesentliche fokussieren, ohne zeitraubende To-Do’s zu vernachlässigen.

In der Kommunikation mit dem Kunden sorgt KI dafür, dass die richtigen Antworten zur richtigen Zeit an die Nutzer gelangen. Und das in möglichst kurzer Zeit. Chatbots sind darauf ausgelegt, mit den Nutzern bspw. in den sozialen Medien zu interagieren und mit den richtigen Antworten auf die Bedürfnisse zu reagieren. Setzt man dabei auf eine KI, so kann das System lernen, welche Fragen häufig gestellt werden und wie zufrieden die Nutzer mit den gegebenen Antworten sind. Dies kann vor allem im Marketing zu einem enormen Mehrwert führen.

Erhebliche Potenziale erschließen sich bspw. durch die Prozessoptimierung, der Produktion oder dem Maschinenpark. KI-Systeme können lernen, wie Maschinen effizienter arbeiten können, was bei Ausfällen zu tun ist und wie diese möglichst vermieden werden. Sollte es zu Ausfällen kommen, kann KI lernen, die Ausfallzeiten zu minimieren. Auch bei der Produktion ist KI sinnvoll, wenn es bspw. darum geht, fehlerhafte Produkte ausfindig zu machen und auszusortieren. Konzepte, wie das maschinelle Lernen oder die Mustererkennung sorgen für die nötige technologische Basis.

Weitere Beispiele zu den Einsatzbereichen:

  • Lieferkettenoptimierung in der Logistik
  • Überwachung von Maschinen
  • Auslesen von Urteilen (Anwaltskanzleien)
  • Selbstschreibende Texte / Content-Erstellung

 

Unsere Infografik veranschaulicht die Einsatzmöglichkeiten im Mittelstand.

 

Das Dilemma – woran scheitert es derzeit?

Oft ist ein eine Kombination aus verschiedenen Ursachen, die zusammengenommen zur Abneigung oder Ablehnung von KI führen. Die Menschen haben oft noch nicht vollständig durchschaut, was KI wirklich ist und was sich dahinter verbirgt. Unbegründete Angst und unverhältnismäßige Skepsis. Das sind die häufigsten Hindernisse, die zur fehlenden Technologieakzeptanz führen. Auch der Glaube, dass Maschinen Menschen in der Arbeitswelt ersetzen werden, bestärkt dieses Misstrauen.

Doch nicht nur Vorbehalte beim einzelnen Mitarbeiter oder Anwender hindern eine tiefergehende Nutzung künstlicher Intelligenzen im Business-Umfeld, sondern auch entsprechende Rahmenbedingungen in den Unternehmen. Unternehmer sowie Führungskräfte müssen ein technologisches und kulturelles Klima schaffen, das KI erklärt, das KI empfängt und den Menschen näher bringt, um den Ängsten und Vorurteilen entgegen zu wirken.

Fazit – was ist, wenn… uns niemand mehr Angst macht?

Künstliche Intelligenz ist DAS Hot Topic auf dem aktuellen Technologiemarkt. Wer in die Zukunft gehen will, sollte sich mit KI beschäftigen oder sie zumindest im Auge behalten. Nicht nur für große Konzerne mit massig Daten und Budget bilden KI-Lösungen eine vielversprechende Technologie, sondern gerade auch für den Mittelstand. Egal ob für den Maschinenpark in der Produktion oder für die Kundenkommunikation im Marketing. KI kann einen echten Mehrwert bieten – wenn man sich darauf einlässt und sich damit beschäftigt.

Hierbei spielt das digitale Know-how einerseits und die Rahmenbedingungen, im Unternehmen, andererseits eine Rolle. Wer eine gute Infrastruktur und die richtigen Voraussetzungen in der Unternehmenskultur schafft, kann auch den wichtigen Schritt in die Welt der künstlichen Intelligenz gehen. Mit einer persönlichen Vision, einem  unternehmerischen Vorhaben, so dass es nicht nur beim Austausch bleibt – sondern Sinn macht und man wirklich vorankommt.

Nur das Beste für ALLE – koste es was es wolle?

Wir helfen Dir dabei, die richtigen Voraussetzungen für den Einsatz von KI zu schaffen. Trau Dich, KI beißt nicht. Und wir sicher auch nicht!

Du willst wissen, wie KI zum Anfassen aussieht?

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