von kukis-Blogteam, k+k information services GmbH

Digitalisierung im Mittelstand - Teil 1

Interview mit Olaf Schmidt, Geschäftsführer der k+kinformation services GmbH

Digitalisierung ist das Buzzword unserer Zeit. Natürlich bietet das Thema auch bei uns im Unternehmen viel Gesprächsstoff. Wir haben darüber mit unserem Geschäftsführer Olaf Schmidt gesprochen. Die k+k information services GmbH ist ein Unternehmen mit knapp 80 Mitarbeitern - ein klassisches KMU also - und 24 Jahren Erfahrung am Markt. Sie ist also etwa so alt wie das, was wir heute „Digitalisierung“ nennen.

Die Quintessenz der Digitalisierung im Mittelstand

Was bedeutet Digitalisierung für Sie ganz allgemein? Die Antwort von Herrn Schmidt kommt recht schnell. Lang überlegen muss er hier nicht: „Digitalisierung bedeutet für mich die Chance, Dinge, die heute nicht wertschöpfend sind zu automatisieren; Prozesse und Dienstleistungen zu entwickeln, die es vorher noch nicht gab.“ Die Digitalisierung behält die Chance, die Zukunft nachhaltig zu verändern, sei es im Kleinen als auch im radikalen Umfang. In der Geschäftswelt können Dinge komplett neu gedacht werden, da es oftmals keine Grenzen mehr gibt und die IT keine Hemmnisse mehr vorgibt. „Geht nicht, gibt’s nicht ist also eine wahre Aussage. Es ist alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit“.

"DIE DIGITALISIERUNG KANN DIE ZUKUNFT NACHHALTIG VERÄNDERN. GRENZEN GIBT ES NICHT MEHR UND DINGE KÖNNEN KOMPLETT NEU GEDACHT WERDEN"

Was bedeutet die Digitalisierung für Sie als Unternehmer eines KMU? Herr Schmidt kann ganz klar antworten: „Digitalisierung ermöglicht mir als Unternehmer eines KMU die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, indem ich kosteneffizient Produkte und Dienstleistungen anbieten kann, die sonst im Ausland entwickelt oder durchgeführt werden müssten.“ Digitalisierung wird somit als Mittel zum Zweck verstanden. Nämlich den (wirtschaftlichen) Erfolg des Unternehmens und die Zukunftsfähigkeit sicherzustellen. Doch die Digitalisierung ist kein Neuland.

Auf Spurensuche des digitalen Ursprungs

Im Grunde gibt es das, was wir „Digitalisierung“ nennen, doch schon sehr lange. Ist es nicht ein Prozess, der seit den frühen 1990ern andauert? „Es ist richtig, dieser Prozess dauert schon lange an und startete bereits in den 90ern – wahrscheinlich sogar früher. Ich habe das live mitbekommen.“ Laut Herrn Schmidt wurde dieser Hype damals jedoch nicht als „digital“ betitelt, sondern mal „kontinuierliche Verbesserung“ und mal „Business Process Reengineering“ genannt. Auch hier ging es darum, radikal oder neu zu denken. „Hinter allen Hypes stand am Ende immer eine Automatisierung, entweder organisatorischer oder digitaler Natur“. Auch damals war die Digitalisierung ein Thema in der Produktion: „Wo man früher ein Modem verwendete, nutzt man heute einen digitalen Anschluss. Aber das war alles ein Thema der Bandbreite und der Prozessorkapazität“. Im Unterschied zu den 90ern, in denen die Automatisierung von Prozessen sehr kostspielig war und dadurch die Prozesse mit einer hohen Wiederholfrequenz fokussiert wurden, ist es heute möglich, nahezu jeden Prozess digital abzubilden also zu transformieren. Des Weiteren wurden Prozesse früher häufig an den Prozessen der Werkzeuge (Standardisierung) und nicht an den eigentlichen Bedarfen ausgerichtet. Das ist heute zum Glück anders.

Hat Deutschland die Digitalisierung verschlafen?

25 Jahre sind ja eigentlich genügend Zeit, um sich mit dem Thema auseinander zu setzen und auf den Zug aufzuspringen. Und doch heißt es, dass Deutschland im internationalen Vergleich trotzdem hinterherhinkt. Woran liegt das? „Ich persönlich glaube nicht, dass wir so langsam sind wie allgemein in der Presse zu lesen ist. Wir Deutschen haben aus meiner Sicht ein Talent, dass wir lieber negativ kommunizieren als positiv“. Deutschland ist seiner Meinung nach bestens aufgestellt. Oft hindert uns nur eine inkonsequente und zögerliche Umsetzung. Dabei konzentriert man sich häufig nur auf das, was einen hindert und im Weg steht, als darauf, was es bräuchte, um eine erfolgreiche Umsetzung zu ermöglichen. Viele schleppende Diskussionen, wie z.B. über den Breitbandausbau hemmen ebenfalls den Fortschritt.

"DEUTSCHLAND BRAUCHT SICH IN SACHEN DIGITALISIERUNG IM INTERNATIONALEN VERGLEICH NICHT ZU VERSTECKEN"

Es hat also nichts damit zu tun, dass der deutsche Mittelstand die Prinzipien der Digitalisierung (noch) nicht verstanden hat? „Ich bin mir ganz sicher, dass der deutsche Mittelstand die Digitalisierung verstanden hat“. Als Beispiel wird Baden-Württemberg genannt, das unzählige Mittelständler hat, die ein starkes Händchen für Digitalisierung vorweisen können. Gut, wenn das Prinzip also klar ist, was bereitet den KMU dann die größten Probleme in der Umsetzung? Sind es mangelhafte oder fehlende Digitalstrategien? Oder die inkonsequente Umsetzung? "Ich finde es schwierig immer zu lesen, dass 'die fehlende Digitalisierungsstrategie' schuld sein soll. Viele KMU nehmen den digitalen Wandel und die Potenziale, die damit einhergehen noch nicht richtig ernst. Viele Unternehmen tun es indem sie ihre bestehenden Prozesse digitalisieren, nehmen aber in nicht ausreichendem Maße wahr, dass sie völlig Neues Schaffen können, das tatsächlich die Welt verändern kann“.

Fazit

Die Digitalisierung ist in deutschen Unternehmen angekommen und in vollem Gange. Die Unternehmen haben das Potential, welche darin wohnt, oft nur noch nicht erkannt. Die technologischen Entwicklungen der Digitalisierung können die Welt verändern. Und jetzt werden die Weichen dafür gestellt.

DRAN BLEIBEN!

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