von kuk-is Blogteam

Augmented Reality als Brücke zwischen Print und Web

Augmented Reality als Brücke zwischen Print und Web

Die Möglichkeiten, die Augmented Reality, kurz AR, bietet, nehmen stetig zu. Diente AR zunächst unterhaltsamen Anwendungen, profitieren mittlerweile sehr verschiedene Bereiche von diesem Visualisierungskonzept. Neben innovativen Spielen ziehen zum Beispiel Kommunikationsstrukturen in globalen Firmennetzwerken ihre Vorteile aus AR. Ebenso geschätzt wird Augmented Reality im Rahmen von Produktpräsentationen: Mit einer ausgefeilten AR-Software können verschiedenste Produkte weit eindrucksvoller als auf „klassischen“ Wegen vorgestellt werden. Mit welchen Augmented Reality Möglichkeiten auch Du Deinen Shop im Allgemeinen sowie Beratungskonzepte im Speziellen gewinnbringend umstrukturierst, verraten Dir die folgenden Zeilen.

Druckerschwärze oder Pixelraster?

Kaum zu glauben, aber wahr: Jahr für Jahr investieren Unternehmen 5,16 Milliarden Euro in Werbeeinlagen, Kataloge und Plakatanzeigen – einzig und allein in Deutschland! So mögen die Ausgaben für Printprodukte gesunken sein (2011: 5,9 Milliarden Euro), doch die Ressourcen, die in althergebrachte Werbekonzepte fließen, sind nach wie vor gigantisch. Denn nicht nur finanzielle Dimensionen sind zu bedenken: Ein jedes Blättchen eines jeden Katalogs muss hergestellt, bedruckt, gebunden und häufig sogar verpackt werden. Umwelttechnisch stehen Printerzeugnisse demzufolge in einem ähnlich schädlichen Licht wie Einwegbecher oder Plastikbesteck. Und Recyclingprozesse wie das Bleichen und Färben von Papier sind keineswegs klimaneutral! Magazine und Werbeeinlagen scheinen jedoch eine Akzeptanz zu genießen: Das Blättern und Stöbern nach Neuheiten und Sonderangeboten gehört für viele Menschen zum alltäglichen Zeitvertreib. Der Einsatz von AR als Produktpräsentationsmittel kann demzufolge einen entscheidenden Beitrag zum Umweltschutz leisten und die Innovationsbestrebungen Deines Produktes beziehungsweise Unternehmens unterstreichen.

Neben Papierauslagen bieten digitale Inhalte selbstverständlich ausreichend Informationspotenzial: Virtuelle Werbung, ganz gleich ob als Online-Banner, Spam-Mail oder Push-Benachrichtigung, hat dem Printerzeugnis in vielen Bereichen der B2C-Beziehung Konkurrenz gemacht. Ein gutes Beispiel für die Entwicklung stellen Reisekataloge dar. Reisekataloge gelten nach wie vor als gern gesehen beziehungsweise gern gefühlt, doch ihr haptischer Vorteil verliert an Reiz: Die Möglichkeiten, die virtuelle Anzeigen wie Handy-, Tablet- oder Computerbildschirme vereinen, überragen das Argument für Papiererzeugnisse durch das Gefühl, „etwas in der Hand zu halten“, um eine tiefere Produktbindung aufzubauen. Per Handy oder PC beispielsweise hat sich der Kunde schnell über Reiserouten, Wetterdaten und Impfvorschriften informiert, kann Anzeigen per Lesezeichen markieren oder direkt an externe Geräte, Freunde oder Familienmitglieder senden. All dies gelingt beim Schmökern vom klassischen Reisekatalog nicht so schnell: Der papierne Urlaubsberater muss zunächst aus der Hand, das Handy gezückt beziehungsweise der PC gestartet und die entsprechende App oder das Programm gesucht werden. Dennoch kämpfen digitale Werbeanzeigen mit einem Nachteil: Die Masse an virtueller Werbung hat bei vielen Rezipienten eine Form von Immunität hervorgerufen. Schnell landen E-Mails im Spam-Ordner, der Close-Button von Anzeigen wird aus reiner Gewohnheit anvisiert und auch die cleversten Werbebotschaften zur Hauptsendezeit im TV gehen im Wust der Bilder unter. Und: Die digitale Beschaffenheit bereitet insbesondere älteren Menschen große Schwierigkeiten. Schmerzen die Augen oder führen fehlerhafte Links in die Irre, so enttäuscht die Werbung und das Produkt hat seine Bindungschance vertan.

Aus Zwei mach Eins

Was wäre, wenn Du das Konzept der althergebrachten Produktplatzierung via Katalog & Co. mit virtuellen Komponenten verbinden könntest? Augmented Reality bietet diese Möglichkeit! Zugegeben: Von AR im Einsatz sind zum jetzigen Standpunkt keine Wunder zu erwarten. Die Technik steckt keineswegs in den Kinderschuhen und anfängliche Schwächen wurden mittlerweile ausgemerzt, doch voll ausgereift ist Augmented Reality (noch) nicht. Dies bietet Dir jedoch die Chance, durch die Implementierung eines AR-Konzeptes in erster Reihe an der Verbreitung und Entwicklung beizutragen. So darfst Du die Nutzung von AR zu einem Aushängeschild Deines Unternehmens machen und überzeugst durch technische Innovation. Kunden erfahren Dein virtuelles Vertriebsmanagement als zukunftsorientiert und schätzen nicht zuletzt die klimafreundliche Note, die durch den Verzicht auf Prospekte und Flyer erreicht ist.

AR im Einsatz

Fest steht: Möglichkeiten zur Kunden- und Partnerkommunikation via Augmented Reality gibt es. Doch wie können diese konkret ausfallen? Eine Antwort auf diese Frage zu finden, ist kompliziert. Zum Glück! Denn ein großer Vorteil von Augmented Reality besteht in der Vielseitigkeit, die die offene Struktur mit sich bringt. Hinzu kommt, dass neue Entwicklungen die Möglichkeiten von Augmented Reality stetig ausbauen: Ultrahochauflösende Anzeigen, leistungsfähigere Mobilfunknetze und multiple Linsenstrukturen eröffnen fortwährend neue Optionen.

Konkretisierung durch Produktplatzierung

Ganz gleich, ob Bücherregal, TV oder Standlampe: Gegenstände der Inneneinrichtung sind sowohl im Prospekt als auch auf dem Bildschirm nur bedingt abzubilden. In den eigenen vier Wänden wirken die Schnäppchen häufig anders als gedacht. Den Herstellern sind keineswegs böse Absichten zuzuschreiben: Meist trügen Lichtbedingungen das Aussehen und fehlende Orientierungspunkte erschweren die Größenvorstellung und in natura weichen die Elemente, mal stärker, mal schwächer, von der Darstellung im Prospekt beziehungsweise auf dem Bildschirm ab. Ein Paradebeispiel, inwiefern AR das Potenzial zur Brückentechnik besitzt, führt IKEA mit der Software IKEA Place an. Hierbei handelt es sich um eine freie, sprich kostenlose sowie systemübergreifende App, die dem Besitzer eines Smartphones und/oder Tablets bei der Produktplatzierung unterstützt: In der App hinterlegte Einrichtungsgegenstände können via Drag & Drop ausgewählt und bei aktivierter Kamera in den erfassten Raum integriert werden. So sieht der Käufer schon vor dem Kauf wie der neue Sessel im eigenen Wohnzimmer wirkt. Ebenso besteht die Möglichkeit, Möbel zu fotografieren und in der Datenbank des schwedischen Global Players nach Alternativen zu suchen. Dreh- und Angelpunkt von IKEA Place sind demnach Kamera und Bildschirm des Endgeräts: Auch günstige Smartphones können mittlerweile Entfernungen berechnen, erkennen Höhen sowie Tiefen und zeichnen ein verblüffend reales Abbild der Umgebung. Dem Nutzer ist auf diese Weise die Möglichkeit geboten, angefangen von der Lampe übers Sofa bis hin zum Schreibtisch, zahlreiche Möbel spielerisch in die digitale Nachbildung seines Eigenheims zu integrieren und erhält eine Vorstellung, wie diese letztendlich im Zusammenspiel mit dem vorhandenen Inventar wirken. Auch das flexible Positionieren (Schwenken und Drehen) des Objektes ist per IKEA Place möglich.

Der Katalog als M-Commerce-Erlebnis

Unter der Bezeichnung M-Commerce ist eine Stufe des E-Commerce zu verstehen. Das M steht hier für „mobility“: Technische Kleinsthelfer wie Smartphones und Tablets sollen dem Kunden eine Hilfestellung bieten. Anders als Product-Placement-Konzepte à la IKEA Place zielt dieser Ansatz auf eine Erweiterung von Printmedien ab. Auch in diesem Bereich offenbart Augmented Reality Möglichkeiten, die bereits zu Teilen ein Shopping 2.0 hervorgebracht haben: Das vertraute Handling der Produkte wird mit technischen Elementen erweitert, die dem Nutzer optionale Möglichkeiten wie zum Beispiel das Einsehen produktrelevanter Details (Maße, Stromverbrauch) an die Hand geben. Über einen Barcode etwa sind ohne Umwege Informations- und Interaktionsseiten im World Wide Web aufzurufen. Apps, die als Barcode-Scanner beziehungsweise QR-Code-Scanner dienen, gibt es im App Store (Apple) beziehungsweise Play Store (Android) zuhauf – auch kostenlos. Interessiert sich der Kunde nun für ein bestimmtes Produkt, muss er nicht mehr Google, Yahoo oder Bing nach Einzelheiten befragen oder sich durch die Produktbeschreibungen des Herstellers klicken: Wenige Sekunden genügen, schon hat die Kamera des Smartphones die Grafik ausgelesen und führt auf eine Webseite. Hier können nicht nur umfangreiche Informationen eingebunden werden: Tutorials (Erklärvideos), Beratungskonzepte wie Live-Chats mit Supportdiensten und Möglichkeiten zum Austausch mit Besitzern des Produktes sind in den „digitalen Anhang“ integrierbar. Ein gutes Beispiel, dass Augmented Reality in diesem Bereich schon heute funktioniert, in Zukunft jedoch noch mehr Funktionen mit sich bringen kann, liefert das Fraunhofer Institut: Die Münchener Forschungsgemeinschaft hat mit bunten Barcodes eine neue Speicheroption für große Datensammlungen geschaffen, die nicht mehr dem Online-Zwang unterliegt. Soll heißen: Der Scanner (Smartphone) muss keine externe Quellen (Webseiten) aufrufen, sondern löst die Informationen in Klarschrift unmittelbar auf dem Bildschirm auf. Von dieser Technik sollen neben Katalogen in erster Linie pharmazeutische Mittel profitieren: Der Beipackzettel könnte bereits in naher Zukunft durch ein Barcode-Feld ersetzt werden.

Die Technik von morgen schon heute nutzen

Du siehst: Augmented Reality offenbart Möglichkeiten, die neben unterhaltungsorientierten Ansätzen auch solche zur Produktpräsentation und Interaktion umfassen. Dank M-Commerce-Konzepten beispielsweise fühlen sich Kunden nicht bedrängt und können frei entscheiden, ob und wie sie konkrete Informationen erhalten möchten. Außerdem: Die Ausgestaltung von AR-Welten ist keineswegs abgeschlossen!

 

(Titelbild: © ArchiVIZ, adobe.stock.com, nachbearbeitet)

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